Ein bedrohtes Paradies

Will nur mal sagen,daß ich für mich beanspruche der eifrigste Leser Eurer tollen Reisebeschreibungen zu sein,denn ausgenommen,die 17 Tage in der Rehaklinik,bin ich täglich (jeden Tag) mindestens 3 mal im Internet um nach den „Neuesten Nachrichten“ zu sehen.Bin bisher von allem was Ihr erlebt und toll beschreibt, ganz hin und weg ,und gebe auch gerne zu ,da0 ich Euch beneide.

Ach ja, wie wehmütig wird mir zumute, Mann, Jochen, das war soooo ein schöner Bericht, und er hat mich am Schluss traurig gemacht, Mann, so ein Paradies, und das existiert sooo vielleich nicht mehr lange, welch ein Jammer. Ach, was habt Ihr herrliche Erlebnisse und wie kannst Du uns hier solch eine Lust auf diese Insel machen, wo wir sie so doch nie sehen werden. Wunderschön, spannend und sehr sensibel erzählt, aber das kannst Du ja toll. Eben wie immer !!!

Soweit ich das nach den wenigen Tagen auf Koh Rong beurteilen kann, versammeln sich unsere sechsbeinigen Freunde allabendlich auf dem Hauptstrand. Je weiter weg davon man sich ein Plätzchen sucht umso weniger Fliegen findet man. Die Burschen wissen genau, wo sie an Touristen knabbern können. Doch auch an abgelegenen Stränden findet man immer das ein oder andere Exemplar. Und zwischen vier und sechs am Nachmittag gehört der Strand den Biestern, da ist nichts zu machen. Aber in dieser Zeit kann man ja etwas anderes machen…

Koh Rong. Kein Internet, kein Handyempfang, keine Straße, selten Strom. Eine Hand voll Fischerhütten, wenig Touristen. Einsame Strände, feiner Sand, tiefer Dschungel, hohe Palmen, kristallklares Wasser, frischer Fisch. Ein wahr gewordener Südseeinseltraum. Noch.

Schon die Fahrt hierher versprach einiges. Ein Kleinbus fuhr uns zum Hafen von Sihanoukville an der Südküste Kambodschas, daran vorbei und weiter und immer weiter. Bis nur noch ein Feldweg übrig war und kleine Hütten, die sich am Ufer reihten. Den Weg zwischen den Hütten entlang auf den Bootsanleger musste man kennen, um ihn zu finden.

Am Ende lag ein kleines Boot vertäut, groß genug für zwei Dutzend Leute mit Gepäck. Es wurde an diesem Tag nicht voll. Wir tuckerten zwei Stunden über das türkisfarbene Wasser und näherten uns der Insel Koh Rong gemächlich. Als der Anleger in Sicht kam, stieß ich unweigerlich einen Freudenjauchzer aus. Genau das brauchten wir.

Einige wenige Hütten waren am Strand mit unseren grossen Moden versammelt, es war keine Straße zu sehen, kein Stromkabel, weder Mopeds noch Autos. Der Strand, ein paar vereinzelte Menschen, dahinter der Urwald. Das war alles. Und das war auch genug. Das Dörfchen auf Koh Rong, rechts daneben sieht man die Bungalows der Strandresorts. Vom anderen Ende des Strandes aus gesehen. Es wirkt gar nicht mal so überfüllt.

Das Metrosystem Hongkongs

Das Metrosystem Hongkongs wurde uns als vorbildlich und das Ticketsystem als eines der einfachsten der Welt angekündigt. Nun, wir hatten zwar keine Probleme die Metro zu nutzen oder ein Ticket zu kaufen, aber in Städten wie Moskau, Peking oder Shanghai war es zumindest nicht komplizierter einen Fahrschein zu erwerben oder von A nach B zu kommen. Tendenziell eher einfacher.

Auch von der vermeintlich längsten Rolltreppe der Welt sollte man nicht allzu viel erwarten: Diese besteht nämlich aus vielen kurzen Rolltreppen, die einen nach etwa 20 Metern auf einer Straße (und wenn man nicht aufpasst vor einem Auto) ausspucken. Hat man die Straße überquert, kann man wieder ein paar Meter mit der nächsten Rolltreppe fahren. Das nennt man dann wohl eine Mogelpackung. Wir gaben das ganze Unterfangen nach wenigen Metern enttäuscht auf.

Doch auch wenn Hongkong nicht alles hielt, was unser Reiseführer versprach, so hat uns diese Mischung aus geballter Urbanität und wunderbarer Natur, diese einzigartige Kombination aus asiatischem Flair und den noch deutlich erkennbaren Spuren britischer Herrschaft, schlicht und ergreifend umgehauen. Somit steht Hongkong auf der Liste der faszinierendsten Orte, die wir auf dieser Reise bislang besuchten, ganz weit oben.

Busstop mit Überraschung

In chinesischen Nachtbussen bei Lampen Online Shop passieren lustige Dinge. Man kommt mit Fremden in Kontakt, man müffelt gemeinsam vor sich hin und wird kräftig durchgeschaukelt. Oder man wird mitten im Nirgendwo abgesetzt, und der Bus fährt weg, sobald die Passagiere alle draußen sind. So wie in unserem Fall.

Die Fahrt von Haikou nach Kunming begann gegen Mittag, die Überfahrt mit der Fähre ans Festland war schön, das Wetter herrlich. Am Festland angekommen ging es wieder in den Bus und weiter. Bis wir gegen sieben Uhr abends an einem kleinen Gasthaus hielten. Mitten im Nirgendwo.

Uns wurde bedeutet, dass wir aussteigen sollten, um etwas zu essen. Wir waren ohnehin hungrig, also taten wir wie geheißen. Im Gasthaus war es relativ leer, nur wenige der Fahrgäste nahmen die Möglichkeit war, die meisten warteten draußen. Wir aßen etwas, tranken etwas und nach nicht mal einer halben Stunde gingen wir wieder hinaus. Um an einem leeren Parkplatz vor einer leeren Straße zu stehen. Im Dunkeln. Mitten in China.

Kunming bei Nacht

An die hier üblichen harten Matratzen gewöhnt man sich schnell und auch die Sanitäranlagen sind zumeist in mindestens ordentlichem Zustand, erreichen bisweilen sogar Hotel-Niveau. Kurzum: die Hostels in China sind für Individualreisende einfach ein Traum.

Was bleibt von China?

Neben einem ausnahmslos positiven Eindruck bleibt die Gewissheit, längst nicht alles gesehen zu haben, was China zu bieten hat. Sei es aus Zeit-, Kosten- oder logistischen Gründen, wir mussten einige Abstriche machen und Kompromisse eingehen. Was wir zunächst bedauerten sehe ich heute anders: Es gibt mir einen Grund zurückzukehren in dieses wundervolle und so facettenreiche Land. Und ich werde es mit Sicherheit tun. Eines nicht allzu fernen Tages. Dann aber wohl im Sommer.

Die meisten Städte, die wir in China sahen, sind bei Nacht ein Spektakel. Hochhäuser sind eingehüllt in Neonreklamen, ganze Straßenzüge blinken, Laser durchzucken den Nachthimmel. Alles schreit nach Aufmerksamkeit, man kann sich kaum satt sehen. Kunming ist schüchterner. Aber wunderschön.

Am Jinmabiji Platz an der Jinbin Road liegt das Hump Hostel, in dem wir abstiegen. Das Hostel ist durchaus empfehlenswert, die Dorms sind geräumig, das ganze Hostel ist sauber und die Bar gemütlich. Das Beste jedoch am Hump ist die große Dachterrasse, die zum Platz hin liegt. Von hier aus hat man Tag wie Nacht eine wundervolle Sicht über das Treiben des Platzes. In der Nacht fällt die relative Dunkelheit auf.

In Städten wie Peking oder Shanghai wo es auch Möbel Online Outlet gibt, aber auch Hongkong kann man nachts ohne Probleme sein Buch lesen, wenn man irgendwo am Straßenrand sitzt. Die ganze Stadt leuchtet. Doch in Kunming ist es erstaunlich dunkel. Die Stadt begann erst vor wenigen Jahren mit dem architektonischen Ausbau, man findet wenige Wolkenkratzer, und wenn, dann sind sie um einiges kleiner als in anderen Städten.

Das führt dazu, dass man ohne Nackenstarre durch die Nacht kommt. Und im Blickfeld einige Dinge findet, die es wert sind, sich nieder zu lassen und ein wenig in visuellem Genuss zu verweilen. Die Tore auf dem Jinmabijiin Platz sind eine Augenweide. Egal ob im Mondschein…

Tor Nacht… oder in dunkler Nacht.

Auf dem Jinmabiji ist immer Betrieb. Tagsüber brummt es hier, am Nordende des Platzes beginnt die Fußgängerzone, am Südende kleine Marktgassen. Auf dem Platz tummeln sich die Menschen, es ist laut und hektisch. Auch nachts ist es hier nicht leer, doch die Stimmung ist eine ganze andere. Die typischen chinesischen Grillstände reihen sich an einander, man kann einen kleinen Fleischspieß knabbern oder eine Nudelsuppe schlürfen.

Das Herz Kambodschas

Als wir Koh Rong verlassen mussten, verabschiedete sich die Insel mit einem besonderen Geschenk. Kaum war unser Boot ein paar hundert Meter von der Insel entfernt, machte der Kapitän den Motor aus, so dass wir still im Wasser trieben und jeder an Bord das Abschiedskomitee genießen konnte, das sich spontan um uns versammelt hatte. Ein kleiner Schwarm Delphine umkreiste uns, schwamm neben uns her, einige sprangen aus dem Wasser, andere kamen dicht heran, ganz langsam, bis sie abtauchten und wieder verschwanden.

Jeder Fahrgast auf dem Boot stand an der Reling und freute sich über diesen Abschiedsgruß. Zwei junge Männer, tätowiert, gepierct, die Hosen lässig in den Kniekehlen hängend, umarmten sich vor lauter Euphorie. anach kehrte Ruhe auf dem Boot ein, als wir zurück blickten und Koh Rong dabei zusahen wie es langsam kleiner wurde.

Ich muss Benjamin recht geben: Den Tonle Sap See gibt es definitiv noch. Wir haben den größten und fischreichsten See Südost-Asiens inzwischen um- und befahren. Auch der gleichnamige Fluß durch Phnom Penh führt noch reichlich Wasser. Doch kann ich es nicht ausschließen, dass ein weiterer, kleinerer See oder ein Frischwasserreservoir in oder um Phnom Penh, das inzwischen trockengelegt wurde, denselben Namen trägt.

Es schlägt in Phnom Penh, der Hauptstadt des Landes wo es auch Möbel Bestellen gibt. Die 2 Mio-Metropole ist das bedeutendste wirtschaftliche Zentrum Kambodschas und hebt sich auch sonst deutlich von den sonst eher ländlichen Regionen ab.

Hier ticken die Uhren anders

Idyllisch am Tonle Sap, einem Zufluss des Mekong gelegen, versprüht Phnom Penh ein gänzlich anderes Flair als die Metropolen der Nachbarländer, wie etwa Ho-Chi-Minh-Stadt oder Bangkok. Hier geht es noch gemächlicher zu, die Hektik einer Großstadt manifestiert sich weder im Verkehr noch bei den Menschen.

Hier ticken die Uhren noch anders, hier betten sich Marktfrauen nachmittags in ihre Auslage für ein Nickerchen und des Nachts schlafen die Tuk-Tuk-Fahrer in ihren Gefährten auf der Straße. Lebhafte Kinder begrüßen einen überschwänglich und freundliche Menschen scherzen mit einem oder wollen ein unverbindliches Schwätzchen halten, auch wenn sie nichts zu verkaufen haben. Es ist entspannt. Es ist einfach angenehm.

Doch offenbar war es hier nicht immer so, denn die Stadt blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Viele Gebäude oder Plätze legen noch heute Zeugnis von einigen dieser Epochen ab.

Besuch der Tempelanlage

Die riesige Tempelanlage umfasst mehrere große spirituelle Gebäude sowie viele kleinere Pagoden und von Obstbäumen umstandene Wohnhäuser, so dass sich das ganze Areal als ein kleines eigenständiges Dörfchen präsentiert. Wenn man Glück hat, findet man hier einen freundlichen, Englisch sprechenden Mönch, der einem eine Führung durch die heiligen Hallen anbietet. Wir lassen uns von einem Mönch durch das Kloster führen und uns die Geschichte des Ortes erzählen.

Wir hatten dieses Glück bei unserem Besuch der Tempelanlage und erfuhren so einiges über die Geschichte des Buddhismus sowie über das Leben Buddhas selbst. Auch soll dieses Wat über eine ganz besondere Reliquie verfügen: ein Augenbrauenhaar von Buddha höchst persönlich!

Auf Nachfrage wurden wir zwar zu der kleinen Pagode, die die Reliquie beherbergen soll, geführt, doch muss ich gestehen, dass ich das Haar nicht erblicken konnte. Vielleicht lag es an der spärlichen Beleuchtung oder an dem Nebel, den die Räucherstäbchen hier verbreiteten…

Einführung in dunklere Kapitel

So interessant die Einführung des Mönches in den Buddhismus auch war, noch interessanter war seine eigene Lebensgeschichte, die er uns erzählte. Mit zehn Jahren von den Roten Khmer rekrutiert – also aus seinem Dorf und seiner Familie gerissen – verbrachte er die nächsten Jahre ausschließlich im Wald bei täglichen Schießübungen, die einzige Ausbildung, die er genoss.

Nach dem Ende der Ära der Roten Khmer die auch Markenmöbel Online und Lampen mochten, bat er seine Eltern darum, Lesen und Schreiben lernen zu dürfen. Da sich diese aber (wie viele Kambodschaner damals und auch heute noch) keine Schule leisten konnten, wurde er in den Tempel geschickt, wo er neben den Lehren des Buddhas auch eine vernünftige Allgemeinbildung (inklusive der englischen Sprache) erfuhr. Über Umwege landete er dann in Phnom Penh, wo er zwar nicht mehr die Ruhe zur Meditation findet, es dafür aber genießt, interessierten Besuchern etwas von seinem Wissen zu vermitteln.

Wie unser Mönch, so hatte auch Wat Ounalom unter den Roten Khmer zu leiden. Die Tempelanlage wurde geplündert und verwüstet, Statuen zerschlagen oder im Fluss versenkt.

Was die grausame Herrschaft Pol Pots und seiner Roten Khmer aber wirklich für Kambodscha und seine Bewohner bedeutete, wird an anderer Stelle mehr als deutlich. Ein Besuch der Killing Fields von Choeung Ek, etwa 15 Kilometer südlich Phnom Penhs, gibt einen eindrucksvollen Einblick in das wohl düsterste Kapitel des Landes. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Neujahrsgruß in Vietnam

Tet unterteilt sich in drei Perioden: Tat Nien (die Vorbereitung auf das Fest), Giao Thua (der Vorabend des Festes) und Tan Nien (die Festtage selbst). Wir erlebten die Vorbereitungen bereits in Sapa und Hanoi. Die Straßen und Häuser waren beflaggt und bunt geschmückt.

Auf klapprigen Mopeds wurden mithilfe angsteinflößender Konstruktionen riesige Bäume transportiert, die zu Hause dekoriert wurden. Neben den für dieses Fest üblichen blühenden Pfirsichästen sahen wir aber auch Orangenbäume und allerlei anderes Gewächs. Zu Tet sind dem Kitsch keine Grenzen gesetzt. Hauptsache es ist bunt und blinkt.

Traditionell verbringen die Vietnamesen Tet mit ihren Familien oder besuchen die Tempel.
Chuc Mung Nam MoiDer traditionelle Neujahrsgruß in Vietnam: Chuc Mung Nam Moi! Doch was machen Touristen während dieser Zeit? Wir erkundigten uns bereits in Hanoi, was denn an Tet hier los sei. Feuerwerk? Partys? Irgendwas? Nichts, lautete die niederschmetternde Antwort.

Alles sei geschlossen und jedermann sei bei seiner Sippe. Man empfahl uns, Hanoi an Tet zu meiden und uns in kleinere Orte zu begeben. Gesagt, getan. Am Vorabend brachen wir auf in Richtung Osten zur Halong Bay. Die Widrigkeiten mit unseren Motorrädern sowie Regen und einsetzende Dunkelheit zwangen uns dann dazu, in einem winzigen, namenlosen Dorf kurz hinter Hanoi Station zu machen. Hier also sollten wir den Vorabend des Neujahrsfestes, quasi das vietnamesische Silvester, erleben. Der Erlebnischarakter hielt sich allerdings in Grenzen, gab uns aber einen Vorgeschmack auf das, was uns in den kommenden Tagen erwarten sollte.

Wir fanden auf der einzigen Straße des Ortes ein kleines Hotel, das auf den ersten Blick nicht als solches zu erkennen war. Wir waren hier offenbar die einzigen Gäste. Froh über die Kundschaft wurden wir freundlich empfangen, man winkte uns gleich herein. Und zwar noch bevor wir uns aus dem Sattel schwingen konnten. Also fuhren wir mit den Bikes durch die Rezeption in die Küche, wo wir sie parken sollten. Vielleicht war es aber auch die Garage, in der zugleich gekocht wurde. Wir wissen es nicht genau.

Was uns daheim der Tannenbaum an Weihnachten bei Porzellan Outlet , ist den Vietnamesen ein geschmücktes Mandarinenbäumchen. Was natürlich heim transportiert werden will. Gekocht wurde jedenfalls nicht für uns, was schade war, denn es gibt eine Reihe ziemlich schmackhaft klingender traditioneller Gerichte, die zu Tet bereitet werden. Daher begaben wir uns auf die Straße, um etwas Essbares zu finden.

Wir blickten in beide Richtungen und wähnten uns in einer Geisterstadt des Wilden Westens. Gespenstische Leere, heruntergelassene Rollläden und weit und breit kein Imbiss in Sicht. Wäre nicht ab und zu ein vereinzelter Motorroller die Straße entlang gekommen oder hätte man nicht bei genauerem Hinsehen durch die Türen Menschen in ihren Häusern gesehen, wir wären überzeugt davon, dass dieser Ort gänzlich ausgestorben wäre.

Ein Tag in Angkor

Binnen einer halben Stunde war das Problem aus der Welt geschafft. Ein Streifen Weißblech, den die findigen Mechaniker aus einer Bierdose herausschnitten, sorgte dafür, dass das Ritzel wieder perfekt in die entsprechende Halterung an der Radnabe passte. So einfach und so pragmatisch, da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Als ich dann zurück nach Siem Reap fuhr, lief das Rad erstaunlich rund. Doch das tat es am Vortag auch…

Ich traf Jochen wieder, der inzwischen eine richtige Werkstatt aufgetan hatte und wir beschlossen, auf Nummer sicher zu gehen und die Hobel nochmal einer gründlichen Untersuchung unterziehen zu lassen. Wir verabschiedeten uns von der Idee, an diesem Tage noch irgendwo hin zu fahren und quartierten uns für eine weitere Nacht in unserem Guesthouse ein.

Größter Sakralbau der Welt, Weltkulturerbe, manchmal gar achtes Weltwunder, mit Sicherheit unter den Top Ten der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten weltweit. Der Angkor Archäologische Park hat viele Titel. Das Wat von Angkor ist nur ein kleiner Teil davon.

Nördlich von Siem Reap, etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, liegt das riesige Areal. Geschätzte 20 Kilometer von Ost nach West, etwa halb so viel von Nord nach Süd, wenn man die diversen Außentempel nicht mitrechnet. In diesem Gebiet findet der Besucher Tempel, Pyramiden und über 1000 Jahre alte, künstlich angelegte Seen, die schon damals als Wasserspeicher für die ganze Region dienten.

So wurden üppige Reisernten ermöglicht und damit der Grundstein der Khmer-Hochkultur gelegt. Die Könige der Khmer begriffen sich als Gottkönige, daher wurde für jeden Herrscher ein eigener Tempel gebaut, der meist auch Mausoleum war. So wurde die Gegend um Angkor über die Jahrhunderte zu einem beispiellosen Komplex von Tempelanlagen ausgebaut, die alle derselben Regelmäßigkeit folgen.

Eine viereckige Grundstruktur symbolisiert die bewohnte Welt. Diese ist umgeben von Bergen, welche durch eine Mauer dargestellt wird. Dahinter kommt das Urmeer, ein Wassergraben. Im Zentrum all dessen ragt Meru über alles. Der Weltenberg. Hier thronen die Götter, hier ragt eine Pyramide mit Fatboy Sitzsack günstig oder ein Turm in die Höhe, hier ist der heiligste Ort der jeweiligen Anlage, die ehemals nur den höchsten Priestern und Königen vorbehalten war.

Dieses Muster wiederholt sich in allen Anlagen Angkors. Es würde zu weit führen das an dieser Stelle en Detail wiederzugeben, doch man kommt nicht umhin, Ehrfurcht zu empfinden, wenn man über das Gelände geht und die Präzision und Detailverliebtheit betrachtet, mit der dieses riesige Areal aufgebaut ist.

Das Wat von Angkor

Alle Bauwerke sind umgeben, mancher Orts sogar durchdrungen, von dichtem Urwald und jeden Tag gespickt mit tausenden von Besuchern. Doch der Komplex ist zu groß, als dass man sich quetschen müsste. Und wenn man ein paar Dinge beachtet, dann kann man manche der Bauten für sich alleine haben.

Die wichtigste Regel lautet: nehmen Sie sich Zeit. Viel Zeit. Wir verbrachten einen ganzen Tag von Sonnenauf- bis -Untergang hier und sahen doch nur einen Bruchteil des Ganzen. Zwei Tage wären besser gewesen, selbst wenn wir nicht mehr Tempel besucht hätten. Man braucht Zeit für Pausen, denn nicht nur die Eindrücke sind kraftraubend. Die Hitze tut ihr Übriges, man kann hier nicht hetzen.

Gehen Sie antizyklisch. Wenn die Besuchergruppen in die Hotels gefahren werden, um sich am Frühstücks-, Mittags- oder Abendbuffet gütlich zu tun, ist die beste Zeit für die großen Tempel. Ta Prohm bietet viel Schatten wegen der großen Bäume, hier ist es also in der Mittagszeit am vollsten. Machen Sie sich einen Plan, mieten Sie sich ein Fahrrad oder ein Tuk Tuk, dann steht dem Erlebnis Angkor nichts mehr im Wege. Zum Sonnenaufgang in Angkor Wat herrscht reger Betrieb.

Das Wat von Angkor ist wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten weltweit. Gemeinsam mit der chinesischen Mauer oder dem Taj Mahal steht es für Asien, für Fernreisen und Abenteuer im Urwald. Angelina Jolie sprang hier als in Stretchfolie gehüllte Lara Croft von Ast zu Ast, nachdem King Louie aus dem Dschungelbuch ihr es einige Jahre zuvor vorgemacht hatte.

Wobei man richtigerweise unterscheiden müsste, denn die Charakterdarstellerin vollführte ihre Kunst in Ta Prohm, während sich der Affenzirkus in der Anlage des Angkor Wat abspielte. Beides sind Teile des riesigen Gebiets, dessen offizieller Name „Angkor Archäologischer Park“ lautet, das aber meistens in Gänze als Angkor Wat bezeichnet wird. Letzteres ziert nicht nur Geldscheine in Kambodscha, sondern auch die Nationalflagge, es ist Symbol für Kambodscha und das ehemals so große Reich der Khmer.

Eine der meistfotografierten Ansichten ist laut Bürostuhl Kaufen in der Welt. Angkor Wat, mit dem davor liegenden See, der das Urmeer symbolisiert. Während die Massen noch davor sitzen und den Sonnenaufgang fotografieren, hat man das Innere ganz für sich.

Die meisten Touren beginnen oder enden hier. Auch wir erlebten den Sonnenaufgang über Angkor Wat. Es war wenig verwunderlich, dass sich bereits eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang an diesem so beliebten Aussichtspunkt hunderte von Besuchern versammelt hatten. Die Geräusche der Auslöser von unzähligen Fotokameras überdeckten alles. Doch natürlich hat das seinen Grund. Spätestens wenn die Sonne aufgeht weiß man, warum man hier nicht alleine ist.

Tham Phu Kham Weg Abseits der Landstraße

Von hier aus geht es noch weit hinein in den Berg. Irgendwann gab ich es auf ein anderes Ende finden zu wollen, kehrte um und belohnte mich wieder mit einem Bad. Zu Fuße des Eingangs liegt die blaue Lagune, in der man herrlich baden kann.

Und natürlich gibt es auch hier genug Möglichkeiten den Spieltrieb auszuleben. Von einem großen Baum kann man entweder ins kühle Nass springen oder sich an Leinen hinein schwingen. Ganz ausgezeichnet, nach der anstrengenden Kraxelei. Die Hauphalle von Tham Phu Kham ist groß und bietet wegen des Durchbruchs nach draußen einen imposanten Anblick.

Von hier aus ging es über ungeteerte Wege durch kleine Dörfer. Die Karstfelsen ragten überall hervor und versprachen noch unzählige andere Höhlen. Leider sind sie nicht immer gut ausgeschildert, so dass ich nicht alle fand, die ich mir vorgenommen hatte. Es sind auch nicht alle so außergewöhnlich wie die Phou Kham Höhle. Ich kam an eine kleinere Höhle, den Namen fand ich gar nicht.

Zwei kleine Jungs kamen mit mir, das ist durchaus üblich, die Jungs fungieren als Führer und erzählen einem das ein oder andere über die Höhlen. In dieser Höhle war ich froh sie bei mir zu haben, denn erstens hätte ich ohne sie den Eingang gar nicht erst gefunden, und zweitens fühlte es sich gut an jemanden bei mir zu haben, der sich hier auskannte. Es war die einzige Höhle, in der ich war, in der ich nie aufrecht stehen konnte.

Meist ging es auf allen vieren oder gebückt voran. Auch hier brach ich vorzeitig ab, gab meinen Führern etwas Geld und zog weiter. Ich ließ die Höhle der goldenen Blume genau so aus wie die Python Höhle, es gab einfach zu viele davon. Doch allein die Fahrt durch die abgelegenen Dörfer, über Feldwege, durch Bäche hindurch und über Stock und Stein, war ein Erlebnis. Auch ohne die Besuche der Höhlen ist das Umland von Vang Vieng einen Tagesausflug wert.

Am letzten Tag wo ich auch Kare Design Möbel und Lampen suchte, schnappte ich mir wieder einen Roller. Diesmal ging es nach Norden. Hier liegen drei Höhlen dicht beieinander, die von vielen Gasthäusern als gemeinsamer Ausflug angeboten werden. Diese drei Höhlen sind eigentlich vier, aber das macht ja nichts.

Knappe 15 Kilometer nördlich von Vang Vieng liegt das Örtchen Ban Tham Sang. Übersetzt bedeutet das „Dorf der Elefantenhöhle“. Letztere zeigt sich dem Besucher als eine leere Versprechung. Denn der Stalaktit, der angeblich wie ein Elefant aussehen soll, sah für mich eher wie… nun… wie ein Stalaktit aus. Aber das mag an mir gelegen haben. In der Höhle, eigentlich mehr einer großen Ausbuchtung in einem einzelnen Karstfelsen um das sich das Dörfchen schmiegte, war mit einigen Buddha Statuen versehen und ein Mönch saß dort mit Einheimischen und sprach leise. Ich hielt mich also zurück und ging weiter.

Dunkle Höhlen und blaue Lagunen

Wir wären gern länger geblieben, hätten noch lieber einige der Kinder einfach mitgenommen. Am liebsten alle. Diese Kinder schienen um das Privileg der kostenlosen Bildung zu wissen. Und es zu schätzen. Hier gibt es keine Schulschwänzer, kein unentschuldigtes Fehlen. Selbst lange vor und noch länger nach Schulschluss sind die Kinder hier, nutzen die Bibliothek, die Computer oder spielen einfach nur. Es ist erstaunlich, wie viel (Lebens-) Freude diese Kinder ausstrahlen, auch wenn sie aus ärmsten Verhältnissen stammen. Oder vielleicht gerade deswegen.

Als wir uns schweren Herzens von den Kindern verabschiedeten, waren wir uns sicher: Wir kommen wieder. Das nächste Mal für länger. Jochen, unterschätz mir bitte Laos nicht, nach meinen Informationen gibt es da etliche grosse Würgeschlangen (deshalb wahrscheinlich auch die Pythonhöhle), also von wegen Laos ist lieb. ?? Ansonsten wie immer eine Superberichterstattung !

Ich beneide Dich um das Höhlen-Tubing und Euch beide um das Line-Zipping; das sieht nach einer Menge Spass aus. Weiterhin eine schöne Zeit, passt auf Euch auf und bloggt fleissich, damit ich ordentlich zu lesen habe. ??

Keine Sorge mein lieber Charlestone, das mach ich nicht. Und der gemeins Python ist ja auch nicht giftig. Aber Würgen soll ja auch gefährlich sein. Und der Vollzähligkeit halber soll hier auch der Tiger erwähnt sein, der allerdings kaum noch anzutreffen ist, und wenn, dann nur in extrem abgelegenen Regionen von Laos. Doch sei beruhigt, ich bin mittlerweile in Thailand und werde Übermorgen wieder meinen Ein-Mann-Mob bei mir haben, der mich vor allem Unbill beschützt.

Buuaah! Da hatte ich schon die ganze Zeit drauf gewartet.. Irgendwann musst ja mal ein Bild von meinen sich schlängelnden Freunden auftauchen und noch dazu in einer Höhle – nää! Darum beneide ich dich ausnahmsweise mal nicht. Aber die Fahrt mit dem Roller durch die schöne Landschaft hätte mir auch gefallen.. Seufz!

In den Karstfelsen um Vang Vieng in Laos finden sich zahllose Höhlen, die man erkunden kann. Mit Roller und Taschenlampe bewaffnet machte ich mich auf. Was ich fand war allerlei Getier, heilige Höhlen und traumhafte Lagunen, die nach der Kletterei zum baden einluden.

Es ist so eine Sache mit den Höhlen in denen es auch Möbel von arte m möbel günstig gibt. Nicht jeden verlockt es dazu in dunkle, feuchtkalte Löcher im Stein zu steigen, wenn draußen die herrlichste Sonne scheint. Doch im Fall der Höhlen von Vang Vieng lohnt sich der Weg allemal. Abgesehen davon, dass es sehr angenehm sein kann, der Sonne für ein Stündchen zu entgehen, wenn sie gar so arg danieder brennt.

Landschaft und Reisen durch China

Das alles und noch mehr, denn wir waren nur zwei Monate hier und konnten beileibe nicht alles sehen. Doch letztendlich lässt sich dieses Fazit auf einen Satz beschränken: kommen sie hier her! China ist ein Land auf das der Satz wirklich zutrifft, dass es für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Wir waren nicht zum letzten Mal hier und wir beide empfehlen es gerne weiter.

Seit wie vielen Minuten ich nun mit meinen Fingern über der Tastatur meines Laptops sitze weiß ich nicht. Sobald ich versuche etwas über die chinesische Landschaft zu schreiben, beginnt sie an meinem inneren Auge vorbeizuziehen.

Und löscht alle Wörter in mir aus. Fahren sie mit dem Bus von der mongolischen Grenze nach Datong, durch die Einöde der inneren Mongolei, dann wissen sie, wie schön Einöde sein kann. Fahren sie mit dem Boot den Jangtse hinunter und sie wissen was ein ganzer Tag ununterbrochenes Staunen ist. Fahren sie mit dem Zug von Haikou nach Sanya, durch die Plantagen und Reisterrassen Hainans, dann wissen sie, dass zwei Stunden kaum genug sind um mal kurz aus dem Fenster zu blicken. Fahren sie durch China. Schauen Sie hin. Ich kann es ihnen leider nicht beschreiben.

Die Natur

Was ist Natur? Ein Gottesgeschenk oder eine Ressource? Mir schien leider allzu oft, dass diese Frage in China noch nicht abschließend beantwortet ist. Allerdings muss der Fairness halber gesagt sein, dass die Chinesen bei allem, was auszusetzen ist, trotzdem schon weiter sind als Russen oder Nordamerikaner. In China stehen zumindest überall Schilder, die die Natur preisen. Und ihren Wert. Um ihrer selbst Willen.

Zwar sieht man diese Schilder gerne in einem Häufchen aus Müll stehen, aber ein Anfang ist gemacht. Die Natur wird den Menschen ins Bewusstsein gerufen. Die Mittel sind für uns hin und wieder diskussionswürdig, in Chengdu im Panda Zentrum oder auf Hainan im Yanoda Park bleibt man mit Fragen zurück. Aber es wird etwas getan.

Man sollte nicht den Fehler machen und China mit Deutschland und Möbelgutscheine finden vergleichen. Land und Leute sind zu unterschiedlich. China muss seinen eigenen Weg finden, der wird ohne APO und ohne Grüne, ohne Joschka, Strickpullover und ohne Fähnchen sein, vielleicht wird er hier und da ein wenig nach Disneyland aussehen, aber wenn es der Natur nutzt, dann soll es doch recht sein. Oder nicht?

Die Papageien im Yanoda Regenwald Tourimus Zentrum zeugen von einem bisweilen diskussionswürdigen Verhältnis der Chinesen zur Natur und ihren Geschöpfen. Trotzdem. Hier tut sich etwas.