Das Metrosystem Hongkongs

Das Metrosystem Hongkongs wurde uns als vorbildlich und das Ticketsystem als eines der einfachsten der Welt angekündigt. Nun, wir hatten zwar keine Probleme die Metro zu nutzen oder ein Ticket zu kaufen, aber in Städten wie Moskau, Peking oder Shanghai war es zumindest nicht komplizierter einen Fahrschein zu erwerben oder von A nach B zu kommen. Tendenziell eher einfacher.

Auch von der vermeintlich längsten Rolltreppe der Welt sollte man nicht allzu viel erwarten: Diese besteht nämlich aus vielen kurzen Rolltreppen, die einen nach etwa 20 Metern auf einer Straße (und wenn man nicht aufpasst vor einem Auto) ausspucken. Hat man die Straße überquert, kann man wieder ein paar Meter mit der nächsten Rolltreppe fahren. Das nennt man dann wohl eine Mogelpackung. Wir gaben das ganze Unterfangen nach wenigen Metern enttäuscht auf.

Doch auch wenn Hongkong nicht alles hielt, was unser Reiseführer versprach, so hat uns diese Mischung aus geballter Urbanität und wunderbarer Natur, diese einzigartige Kombination aus asiatischem Flair und den noch deutlich erkennbaren Spuren britischer Herrschaft, schlicht und ergreifend umgehauen. Somit steht Hongkong auf der Liste der faszinierendsten Orte, die wir auf dieser Reise bislang besuchten, ganz weit oben.

Busstop mit Überraschung

In chinesischen Nachtbussen bei Lampen Online Shop passieren lustige Dinge. Man kommt mit Fremden in Kontakt, man müffelt gemeinsam vor sich hin und wird kräftig durchgeschaukelt. Oder man wird mitten im Nirgendwo abgesetzt, und der Bus fährt weg, sobald die Passagiere alle draußen sind. So wie in unserem Fall.

Die Fahrt von Haikou nach Kunming begann gegen Mittag, die Überfahrt mit der Fähre ans Festland war schön, das Wetter herrlich. Am Festland angekommen ging es wieder in den Bus und weiter. Bis wir gegen sieben Uhr abends an einem kleinen Gasthaus hielten. Mitten im Nirgendwo.

Uns wurde bedeutet, dass wir aussteigen sollten, um etwas zu essen. Wir waren ohnehin hungrig, also taten wir wie geheißen. Im Gasthaus war es relativ leer, nur wenige der Fahrgäste nahmen die Möglichkeit war, die meisten warteten draußen. Wir aßen etwas, tranken etwas und nach nicht mal einer halben Stunde gingen wir wieder hinaus. Um an einem leeren Parkplatz vor einer leeren Straße zu stehen. Im Dunkeln. Mitten in China.

Kunming bei Nacht

An die hier üblichen harten Matratzen gewöhnt man sich schnell und auch die Sanitäranlagen sind zumeist in mindestens ordentlichem Zustand, erreichen bisweilen sogar Hotel-Niveau. Kurzum: die Hostels in China sind für Individualreisende einfach ein Traum.

Was bleibt von China?

Neben einem ausnahmslos positiven Eindruck bleibt die Gewissheit, längst nicht alles gesehen zu haben, was China zu bieten hat. Sei es aus Zeit-, Kosten- oder logistischen Gründen, wir mussten einige Abstriche machen und Kompromisse eingehen. Was wir zunächst bedauerten sehe ich heute anders: Es gibt mir einen Grund zurückzukehren in dieses wundervolle und so facettenreiche Land. Und ich werde es mit Sicherheit tun. Eines nicht allzu fernen Tages. Dann aber wohl im Sommer.

Die meisten Städte, die wir in China sahen, sind bei Nacht ein Spektakel. Hochhäuser sind eingehüllt in Neonreklamen, ganze Straßenzüge blinken, Laser durchzucken den Nachthimmel. Alles schreit nach Aufmerksamkeit, man kann sich kaum satt sehen. Kunming ist schüchterner. Aber wunderschön.

Am Jinmabiji Platz an der Jinbin Road liegt das Hump Hostel, in dem wir abstiegen. Das Hostel ist durchaus empfehlenswert, die Dorms sind geräumig, das ganze Hostel ist sauber und die Bar gemütlich. Das Beste jedoch am Hump ist die große Dachterrasse, die zum Platz hin liegt. Von hier aus hat man Tag wie Nacht eine wundervolle Sicht über das Treiben des Platzes. In der Nacht fällt die relative Dunkelheit auf.

In Städten wie Peking oder Shanghai wo es auch Möbel Online Outlet gibt, aber auch Hongkong kann man nachts ohne Probleme sein Buch lesen, wenn man irgendwo am Straßenrand sitzt. Die ganze Stadt leuchtet. Doch in Kunming ist es erstaunlich dunkel. Die Stadt begann erst vor wenigen Jahren mit dem architektonischen Ausbau, man findet wenige Wolkenkratzer, und wenn, dann sind sie um einiges kleiner als in anderen Städten.

Das führt dazu, dass man ohne Nackenstarre durch die Nacht kommt. Und im Blickfeld einige Dinge findet, die es wert sind, sich nieder zu lassen und ein wenig in visuellem Genuss zu verweilen. Die Tore auf dem Jinmabijiin Platz sind eine Augenweide. Egal ob im Mondschein…

Tor Nacht… oder in dunkler Nacht.

Auf dem Jinmabiji ist immer Betrieb. Tagsüber brummt es hier, am Nordende des Platzes beginnt die Fußgängerzone, am Südende kleine Marktgassen. Auf dem Platz tummeln sich die Menschen, es ist laut und hektisch. Auch nachts ist es hier nicht leer, doch die Stimmung ist eine ganze andere. Die typischen chinesischen Grillstände reihen sich an einander, man kann einen kleinen Fleischspieß knabbern oder eine Nudelsuppe schlürfen.