Ein bedrohtes Paradies

Will nur mal sagen,daß ich für mich beanspruche der eifrigste Leser Eurer tollen Reisebeschreibungen zu sein,denn ausgenommen,die 17 Tage in der Rehaklinik,bin ich täglich (jeden Tag) mindestens 3 mal im Internet um nach den „Neuesten Nachrichten“ zu sehen.Bin bisher von allem was Ihr erlebt und toll beschreibt, ganz hin und weg ,und gebe auch gerne zu ,da0 ich Euch beneide.

Ach ja, wie wehmütig wird mir zumute, Mann, Jochen, das war soooo ein schöner Bericht, und er hat mich am Schluss traurig gemacht, Mann, so ein Paradies, und das existiert sooo vielleich nicht mehr lange, welch ein Jammer. Ach, was habt Ihr herrliche Erlebnisse und wie kannst Du uns hier solch eine Lust auf diese Insel machen, wo wir sie so doch nie sehen werden. Wunderschön, spannend und sehr sensibel erzählt, aber das kannst Du ja toll. Eben wie immer !!!

Soweit ich das nach den wenigen Tagen auf Koh Rong beurteilen kann, versammeln sich unsere sechsbeinigen Freunde allabendlich auf dem Hauptstrand. Je weiter weg davon man sich ein Plätzchen sucht umso weniger Fliegen findet man. Die Burschen wissen genau, wo sie an Touristen knabbern können. Doch auch an abgelegenen Stränden findet man immer das ein oder andere Exemplar. Und zwischen vier und sechs am Nachmittag gehört der Strand den Biestern, da ist nichts zu machen. Aber in dieser Zeit kann man ja etwas anderes machen…

Koh Rong. Kein Internet, kein Handyempfang, keine Straße, selten Strom. Eine Hand voll Fischerhütten, wenig Touristen. Einsame Strände, feiner Sand, tiefer Dschungel, hohe Palmen, kristallklares Wasser, frischer Fisch. Ein wahr gewordener Südseeinseltraum. Noch.

Schon die Fahrt hierher versprach einiges. Ein Kleinbus fuhr uns zum Hafen von Sihanoukville an der Südküste Kambodschas, daran vorbei und weiter und immer weiter. Bis nur noch ein Feldweg übrig war und kleine Hütten, die sich am Ufer reihten. Den Weg zwischen den Hütten entlang auf den Bootsanleger musste man kennen, um ihn zu finden.

Am Ende lag ein kleines Boot vertäut, groß genug für zwei Dutzend Leute mit Gepäck. Es wurde an diesem Tag nicht voll. Wir tuckerten zwei Stunden über das türkisfarbene Wasser und näherten uns der Insel Koh Rong gemächlich. Als der Anleger in Sicht kam, stieß ich unweigerlich einen Freudenjauchzer aus. Genau das brauchten wir.

Einige wenige Hütten waren am Strand mit unseren grossen Moden versammelt, es war keine Straße zu sehen, kein Stromkabel, weder Mopeds noch Autos. Der Strand, ein paar vereinzelte Menschen, dahinter der Urwald. Das war alles. Und das war auch genug. Das Dörfchen auf Koh Rong, rechts daneben sieht man die Bungalows der Strandresorts. Vom anderen Ende des Strandes aus gesehen. Es wirkt gar nicht mal so überfüllt.